|
|
|||||||||||||||||||||
| Home Webmaster | |||||||||||||||||||||
Themenübersicht Roboter
Letzte Aktualisierungen Mai 2013
Dez. 2012:
Mai 2012: Robots go to war Dagegen sind selbstfahrende Fahrzeuge und Packesel die bis zu 180 kg Gepäck tragen schon fast alte Hüte. Auch bei winzigen Aufklärungsflugzeugen gibt es große Fortschritte, z.B. kleine Libellen mit eingebauter Kamera. Der Artikel im Economist weisst aber auch auf potentielle Probleme hin, wie z.B. dass Regierungen schneller bereit zu Angriffen sind wenn sie keine eigenen Soldaten riskieren müssen. Ein Beispiel dafür ist der amerikanische Einsatz von tödlichen Drohnen in bisher 15 Ländern der Welt.
Aktualisierung Feb. 2013: Killer Robots Die sehr lesenswerte Studie beschäftigt sich dann mit solchen Systemen die für allgemeine Militäraufgaben vorgesehen sind, die sind bei vielen Armeen in Arbeit. Probleme dabei sind vor allem, dass solche Systeme
Als weiteres Problem wird genannt, dass dadurch dass die eigenen Soldaten bei solchen Einsätzen nicht mehr zu Schaden kommen (so wie jetzt schon bei den Drohnen Einsätzen der USA) die Hemmschwelle für den Einsatz in fremden Ländern immer mehr fallen könnte. Auch für Diktatoren, die ihre eigenen Bevölkerung unterdrücken wollen haben Killer Robots große Vorteile gegenüber einer menschlichen Armee, die sich doch manchmal zur Meuterei entschließt. Ein weiterer problematischer Punkt ist, dass im Falle dass von einem Roboter ein offensichtliches Kriegsverbrechen begangen wurde (z.B. große Menge Zivilisten erschossen), es keine Möglichkeit gibt, jemanden zur Verantwortung zu ziehen. Der Kommandant der ihn losgeschickt hat konnte nicht wissen, dass der Roboter so etwas tun würde (es stand nicht im Datenblatt), der Programmierer der evtl. einen Fehler gemacht hat kann nur bei grober Fahrlässigkeit zur Haftung herangezogen werden und der Roboter kann sowieso nicht sinnvoll bestraft werden. Problematisch wird in der Zukunft werden, dass in dem Augenblick wo einige Armeen diese Dinge im Einsatz haben, es für die anderen notwendig sein könnte, ebenfalls solche einzusetzen und zwar solche, die noch schneller und noch bedenkenloser schießen als die vom Feind.
|
|||||||||||||||||||||
|
Roboter und ihre GeschichteWenn wir über Roboter reden, so meinen wir meist androide Roboter, d.h. Roboter, die wie Menschen aussehen. Das muss ja durchaus nicht so sein, wie das Heer der Industrieroboter zeigt, ohne die heute keine Automobilproduktion stattfindet. Roboter in Menschenform haben Vorteile (sie kommen überall da gut zurecht, wo sie eine Umgebung haben, die für Menschen entwickelt wurde), aber sie werfen auch viele Probleme auf. Da wäre z.B. die Schwierigkeit, sich auf 2 Beinen zu halten. Sie werfen aber auch psychologische Probleme für ihre Umgebung auf, mehr dazu weiter unten. Es ist interessant, sich die Geschichte der Idee und des Begriffs Roboter anzusehen. Ein guter Artikel dazu hier von Roger Clarke. Er erklärt, dass die Idee eigentlich schon sehr alt ist. Sie hat zwei getrennte Ursprünge- Humanoide, das sind nicht-lebende Objekte die wie Menschen aussehen und Automaten. Bereits in der Ilias von Homer gab es Humanoide in der Geschichte der Pandora. Automaten (d.h. Maschinen, die selbstständig etwas ausführen) haben die Menschen schon immer fasziniert und waren schon bei den Griechen bekannt. Wichtig bei ihrer Geschichte sind die Entwicklungen rund um Uhrwerke, die hauptsächlich zur Unterhaltungszwecken eingesetzt wurden. Dunkle Aspekte wurden 1818 in Mary Shelley's Frankenstein zum Thema. Es geht um die Erschaffung eines menschenähnlichen Lebewesens. Damit wurde eine ganz literarische Tradition begründet. Der Begriff Roboter kommt aus dem Tschechischen und bedeutet jemand, der Zwangsarbeit ausführen muss. Hintergrund ist ein Theaterstück "R.U.R" von Karel Capek aus dem Jahr 1918, in dem die Firma R.U.R. (Rossums's Universal Robots, auf biologischen Weg Zwangsarbeiter schafft, die aber dann rebellieren und die Menschheit vernichten. Das ist natürlich genau das Thema, das dann bei Matrix wieder die Hauptrolle spielt. Ebenfalls stark negativ besetzt sind die Kunstwesen wie Frankenstein oder der Golem (aus der jüdischen Folklore, ein künstlich erzeugter Mensch, durch kabbalistische Rituale zum Leben erweckt). Der Science Fiction Schriftsteller Isaac Asimov begann dann 1940 den Begriff Robot in einer positiveren Zusammenhang mit Maschinen zu sehen. Er sagte: "meine Roboter waren Maschinen, entworfen von Ingenieuren und nicht Pseudo-Menschen, geschaffen von Gotteslästerern". Er entwarf zusammen mit dem Science Fiction Schriftsteller John W. Campbell die 3 Roboter-Gesetze, die sicherstellen sollen, dass die Maschinen keinen Schaden anrichten können, mehr dazu weiter unten. Zum Anlass des Films "I Robot" gibt es einige gute Artikel in Wired zum Thema Roboter und Isaac Asimov (mit einer Reminiszenz an Roboter der Filmgeschichte, u.a. zurück bis zur Maria in Metropolis) (siehe dazu auch movie-monsters)und dem derzeitigen Stand der Robotertechnologie Hier ein Link zur Website Androidworld (englisch) und dann noch ein Link zu New Scientist, wo ein Artikel über den ersten "Robot" erschienen ist, der mit richtigen Muskelzellen arbeitet. Dies geht davon weg, dass Roboter immer nur aus Metall, Plastik und Motoren bestehen müssen. Die Verwendung von richtigem Gewebe hat viele Vorteile (siehe auch die Roboter in "Bladerunner", in der Sektion Literatur).
Und hier ein Link zu einer anderen eher spielerisch anmutenden Disziplin Kämpfe zwischen Robotern. Ähnliche Aktivitäten, aber offensichtlich deutlich brutaler, werden in den USA (Stichwort: BattleBots) veranstaltet, jedoch müssen diese Roboter nicht zweibeinig sein, kommen in allen Formen und Arten und haben die Zerstörung des Gegners zum Ziel. Verena Hafner hat auf dem CCC im Dez. 2005 einen interessanten Vortrag zu Geschichte der Roboter gehalten, mit vielen Bildern (pdf, 1,2 MB). Wired hat einen interessanten Artikel zu 50 Best Robots Ever.
Eine für meinen Geschmack unschöne Entwicklung sind die Kampfroboter, die mit Maschinengewehren ausgerüstet sind und derzeit noch nicht autonom eingesetzt werden, sondern nur über eine Fernsteuerung. Aber der Artikel im NewScientist, zitiert die Entwickler, die das nur als Übergangsschritt sehen. Pentagon's Office of Naval Research (ONR) wants to engineer mobile robots to "understand cooperative and uncooperative" people, and inform their operator if they seem a threat. It hopes to do this using artificial intelligence software fed with data from a "remote physiological stress monitoring" system, and by using speech, face and gesture recognition. From this it would draw inferences about the threat that person poses.
Aktualisierung 2007:
Aktualisierung Mai 2008: Hier der Wikipedia Eintrag zu SWORDS (Special Weapons Observation Reconnaissance Detection System).
Aktualisierung Dez. 2010: creepyrobots.tumblr.com ist eine Website mit vielen Filmbeispielen zu Robotern im Einsatz, oft durchaus beängstigende Filme.
Aktualisierung April 2011:
|
|||||||||||||||||||||
Androide oder nicht-androide Roboter - wie Verhalten sich die Menschen?Humanoide (d.h. androide, menschenähnliche) Roboter, die wirklich auf 2 Beinen laufen und sich visuell in der normalen Umwelt orientieren können sind eine ganz andere Herausforderung. Einmal technisch, zum anderen auch von der Akzeptanz, über die viele Science Fiction Bücher geschrieben wurden. Dass humanoide Robotor am leichtesten über das Kinderzimmer in unser Leben akzeptiert werden würden, hat Sony schon vor einigen Jahren erkannt und sich auf den Hund Aibo und jetzt den Spielzeugroboter Qrio (sehr schön der Film als Dirigent)konzentriert. Schon bei Aibo hat mich die Perfektion der Bewegungen begeisert und Qrio ist noch ein Stück besser. Durch das Rührende, das die Bewegungen des Hundes haben und durch die "süße" Größe von Qrio werden die Erinnerungen an Kunstwesen wie Frankenstein oder den Golem gar nicht erst geweckt. Auch sehenswert ist der Asimo von Honda.
Den nächsten Schritt zum akzeptierten Roboter im Haushalt geht dann wohl vom Kinderzimmer in die Küche, bzw. zu Hausarbeiten. Schon seit einigen Jahren gibt es eine Reihe von Staubsaugrobotern (wobei es heute Konkurrenzprodukte
Ein neuer Spielzeugroboter (Ende 2004) ist der Robosapien. Das besondere daran ist nicht, dass er viel kann (er kann erheblich weniger als Aibo und Qrio), aber er kostet auch nur 99 Euro (statt 1900 für den Aibo). Der Grund dafür und die Geschichte des Spielzeugs wird ausführlich in einem NY Times Artikel erklärt (kostenpflichtig). Der Roboter wurde nämlich von einem amerikanischen Ingenieur Mark Tilden nach einem viel einfacheren Konzept entwickelt als die anderen Spielzeug-Robots: Analog-Technik statt Digital-Technik. Robosapien hat z.B. nur 7 Motoren und nur 12 KB programmierbaren Speicher. Das bedeutet, dass er nicht wirklich frei programmierbar ist, sondern nur fest eingebaute Bewegungen kennt (14 offizielle und weitere 28, die nicht im Manual dokumentiert sind), nicht sehen kann, nicht sprechen kann (nur Geräusche). D.h. im Gegensatz zu den anderen erwähnten Robots ist der Robosapien wirklich ein Spielzeug und eigentlich keine Robotplatform zur freien Programmierung. Allerdings gibt es natürlich Leute, die trotzdem Erweiterungen (Hacks) einbauen können. Eine recht gute Beschreibung des Konzepts findet sich übrigens auf der amazon website. Mark Tilden betont jetzt, dass der Robosapien gar nicht so schlecht für Erweiterungen geeignet ist: "A single screwdriver takes the RS apart and inside everything is labeled, color-coded and socketed for convenience". Fotos vom Robosapien im Fußballturnier auf der o.g. Website von Verena Hafner.
Außer bei den Staubsaugern gibt es kommerzielle Roboter im Haushalt auch in der Form von Rasenmähern, z.B. den RoboMow RL 800 oder den Automower. Dazu gibt es die nette Anekdote, wo sich der Rasenmäher nach vielen Jahren erfolgreichen Mähens dann eines Tages in den Gartenteich gestürzt hat, den er bis dahin immer erfolgreich vermieden hatte. Dies war von den Besitzern als Selbstmord interpretiert worden, evt. hatte sich doch eine Psyche eingestellt, der die langjährige Monotonie zu viel wurde. ;-)
Noch ein überraschender Zugang zur Welt der Roboter: Lego. Mit ihrer Serie Mindstorms bieten sie Bausätze an, zu denen es mittlerweile über 40 Bücher und eine ganze Reihe von Programmiersprachen und Softwarepakete, nicht nur von Lego selbst, gibt. Hier eine Besprechung in Forbes Maqazin.
Auf dem Gebiet der humanoiden Roboter tut sich derzeit (Ende 2004, Jan 2005) einiges. Die BBC berichtet im Februar 2005 von 3 Entwicklungen bez. effektivem Gehen, nämlich "passive dynamics". Dabei geht es darum, dass der Roboter, so wie die Menschen, den Schwung des einen Schritts für den nächsten Schritt ausnutzt. Eine Effektivitätserhöhung von Faktor 10 beim Energieverbrauch war damit möglich. Derzeit (März 2005) tut sich sehr viel bei den Robotern. Hitachi hat den 130 cm großen Emiew vorgestellt, der auf 2 Rädern balanciert und dadurch bis zu 6 km/h schnell sein kann. Eine durchaus intelligente Lösung für das Problem der Fortbewegung. Geplant ist der Roboter wohl als Bürobote, er hat einen Wortschatz von 100 Worten (die er auch versteht), weicht Hindernissen aus und kann Händeschütteln. Ein Leserbriefschreiber im Wiener Standard bemerkt dazu, dass ein Roboter der 100 Worte kann und Händeschütteln bereits ausreichend qualifiziert wäre, dass er auch als Politiker eingesetzt werden kann.
Geniale Beweglichkeit (hinlegen, aufstehen, Rolle rückwärts) zeigt der Nuovo von einer Firma ZMP in Japan. Dieser kleine Robot ist ausdrücklich dafür gedacht, bei der Hausarbeit zu helfen. Kosten ca. 7000 $.
Das unheimliche Tal (Uncanny Valey)Von einem "unheimlichen Tal" spricht man, wenn es um die Akzeptanz von Robotern oder Avatare durch Menschen geht. Dabei zeigt sich ein eigenartiger Effekt: Auf dem Web von einem sehr künstlich aussehenden Roboter oder Avatar (z.B. C-3PO aus Starwars) hin zu einem immer engeren Antropomorphismus (Menschenähnlichkeit) gibt es ein Tal, bei dem die schon recht menschenähnlichen Objekte unheimlich auf die Betrachter wirken. Ein sehr viel tiefer gehender Deutungsversuch findet sich auf der engl. Wikipedia zum Uncanny Valley. Genau dieses Konzept der Unheimlichkeit wurde übrigens bereits 1906 von dem Deutschen Psychologen Ernst Jentsch entwickelt: "Zur Psychologie des Unheimlichen" und dann erst 1070 von dem japanischen Roboter-Wissenschaftler Masahiro Mori weiterentwickelt. In ähnliche Effekte kommt 2012 die Werbe-Industrie. Sie entdecken, dass über Behavioural Targetting so viele Informationen über Konsumenten gewonnen werden können, dass es zu dem gleichen Gruseleffekt kommt.
Aktualisierung Jan. 2013:
Das Gegenteil des Uncanny Valey: Gefühle für Roboter
Aktualisierung Mai 2013: Was diese Forschungen aufzeigen sind einseitige emotionale Bindungen, die aber zum Teil recht stark sein können (einseitig, weil die derzeitigen Roboter ja noch weit weit weg von Gefühlen sind, sie können maximal über ihre Algorithmen ein Verhalten zeigen, in das die Menschen dann Gefühle reininterpretieren, daher die Antropromorphismus). Solche Spielzeuge sind zahlreich auf dem Markt und werden zum Teil sogar als therapeutische Werkzeuge eingesetzt. In diesen Tests wurden Personen aufgefordert, diese Maschinen zu quälen oder zu zerstören. Im Gegensatz zu anderen Maschinen wie Toastern erzeugt diese Aufforderung, bzw. der Anblick eines solchen Verhaltens bei den meisten Menschen starken Widerstand. Entsprechende Youtube-Videos erzeugten stark polarisierende Kommentare. Die Studie berichtet auch vom Einsatz von Robotern beim US-Militär der angeblich abgebrochen wurde weil die beteiligten Soldaten ihn als "inhuman" empfanden. Der Punkt der Forscherin ist, dass es offenbar bei der Mehrheit der Bevölkerung eine Überzeugung gibt, dass "es sich nicht gehört" wenn Roboter gefoltert werden die starke Gefühle bei anderen Menschen auslösen. Sie fragt, ob nicht analog zum Tierschutz auch ein Verbot des Quälens von Social Robots sinnvoll sei. Sie bringt die Analogie zum Tierschutz, weil auch dabei der Schutzgrad unterschiedlicher Tiere hauptsächlich davon abhängt, wie viele Gefühle die Menschen einer Tierart gegenüber aufbringen (wie "süß" die Tiere sind). Ein weiterer Aspekt ist, dass aufgezeigt werden kann, dass Tierquälerei sehr oft mit häuslicher Gewalt korreliert ist und sie vermutet, dass auch ein Zusammenhang zum "Quälen" von Spielzeug besteht. Sie verweist darauf, dass Kinder traumatisiert werden könnten wenn sie sehen, wie andere diese "lieben" Spielzeuge terrorisieren.
Die Nutzung von Robotern um Beeinflussungen durch andere Menschen zu vermeiden
Aktualisierung Feb. 2013:
Glaubwürdige Roboter
Aktualisierung Januar 2011: Ebenfalls aus dem Gebiet der Schauspielkunst: Auf der ARS ELECTRONICA 2011 treten Robot-Schauspieler zusammen mit menschlichen Schauspielern auf.
Aktualisierung Mai 2011:
|
|||||||||||||||||||||
|
Ein lustiger Avatar
Eher kurios auf dem Gebiet der künstlichen Intelligenz ist dieser sympathische Avatar von Yello Strom, mit dem man(n) auch flirten kann/konnte. (März 2004). Ein weiteres Beispiel für einen solchen Avatar gibt es bei Samsung. Viele Fragen zum Thema "künstliche Intelligenz" oder "AI", u.a. die Frage wie ein Mensch entscheiden kann, ob sein Dialogpartner ein Mensch oder Computer ist, finden sich unter dem Stichwort Turing Test ........ Da steht auch eine interessante Geschichte, wie jetzt ein "Chatbot" Pädophile im Internet jagt und ein Link zu Maschinenübersetzungen. Zum Thema natürliches Bewusstsein hier ein Link zu einem Beitrag zur Überschätzung des Gehirns (englisch) Das Modellieren von virtuellen Personen ist ein eigener Arbeitsbereich mit speziellen Programmen, z.B. Poser, geworden.
|
|||||||||||||||||||||
|
Robo-Ethik - die 3 Robotergesetze von AsimovEine sehr interessante Fragestellung, die zum neuen Film "I, Robot" wieder neu diskutiert wurde, stellen die 3 Roboter-Gesetze von Isaac Asimov dar. Nicht in dem Sinne, dass zukünftige Robots diese wirklich implementieren müssten, sondern als interessante Gedankenexperimente zu Fragen der Technik und der Ethik. Es stellt sich nämlich dabei sehr bald heraus, dass die sehr einfach klingenden Gesetze in der Anwendung so kompliziert erscheinen, dass wohl nur ein Mensch in der Lage wäre, sie sinnvoll anzuwenden.
Diese Gesetze sind sehr einfach, klingend einleuchtend, aber Asimov zeigt in seinen vielen Kurzgeschichten, welche Konflikte und Widersprüche sich in der Praxis daraus ergeben würden. Ein (eher satirischer, aber doch ernster) Konflikt ergibt sich z.B. offensichtlich sofort daraus, dass solche Roboter kaum zu kriegerischen Zwecken eingesetzt werden könnten und das Militär hat natürlich ein sehr großes Interesse an intelligenten Maschinen und fördert deren Entwicklung ja sehr aktiv. Als Parodie wurden daher die folgenden 3 Gesetze für Militärroboter vorgeschlagen. (Auch Polizeiroboter wären mit den Asimov-Gesetzen ja nicht möglich).
Das Hauptproblem bei den wirklichen Robotergesetzen besteht darin, dass ein Roboter verstehen müsste,
Hier eine ganze Website zu den 3 Gesetzen, mit vielen interessanten weiterführenden Links, von denen die meisten der hier dargestellten Problematiken stammen. Die Website roboethics.org/ kümmert sich sehr ernsthaft um das Thema Roboter-Ethik:
Der britische Informatiker und Psychologe Noel Sharkey forscht auf dem Gebiet der Künstlichen Intelligenz und des Maschinenlernens und macht sich für Ethik in der Robotik stark, der Link führt zu einem Interview mit ihm. Eine weitere Frage im Zusammenhang mit Robotern und Ethik ist natürlich, was tun eigentlich die Mewnschen, wenn die Roboter alle Arbeit übernehmen? Hier einige (ziemlich rohe) Gedanken zu den Themen Arbeit und Arbeitslosigkeit. Eher ein bizarrer Aspekt von hoch-intelligenten Robotern behandelt ein Artikel in NewScientist: wie sollte ich mich verhalten, wenn Roboter rebellieren.
|
|||||||||||||||||||||
|
Roboter aus Fleisch und Blut und fließende ÜbergängeHier ein Link zu New Scientist, wo ein Artikel über den ersten "Robot" erschienen ist, der mit richtigen Muskelzellen arbeitet. Dies geht davon weg, dass Roboter immer nur aus Metall, Plastik und Motoren bestehen müssen. Die Verwendung von richtigem Gewebe hat durchaus Vorteile (siehe auch die Roboter in "Bladerunner", besser besprochen in der Sektion Literatur). Ähnliche, jedoch etwas andere Problematiken ergeben sich in der anderen Richtung, wenn nämlich immer mehr künstliche Teile (Prothesen) in Menschen eingebaut werden. Das werden nämlich in Zukunft immer öfter "intelligente" Prothesen sein. Alan Goldstein, ein Professor für Biomedical Materials Engineering Science ist beunruhigt über das, was seine Disziplin in der Zukunft aus dem Menschen machen wird. Er sieht eine zwangsläufige Entwicklung zum immer mehr Veränderungen in den Menschen. Er fragt, gibt es denn jemand in der westlichen Welt, dessen Körper nicht z.B. durch Zahnkronen, Kontaktlinsen oder zumindestens durch Impfungen technisch "verbessert" wurde. Diese Entwicklung, mit der er sich hauptberuflich beschäftigt, ist bereits sehr weit fortgeschritten. Es gibt um die Implementierung von Materialien in die Körper der Menschen, erst mal nur zu Heilungszwecken, aber er bezweifelt, dass die Möglichkeiten zur Verbesserung von Körperfunktionen nicht auch genauso bereitwillig genutzt werden. Sie gibt es heute bereits Menschen, die ihre Sehstärke mit Hilfe von Lasertechnologien die eigentlich für die Behandlung von Sehfehlern entwickelt wurde, weit über das für Menschen übliche Maß hinaus verbessern. Goldstein berichtet von Entwicklungen, bei denen mit Hilfe einer Technik Biomimetics an der Oberfläche von Implantierungen, z.B. bei Arterienverengungen, Eiweißmoleküle aufgebracht werden, die eine Abstoßung verhindern und andere Stoffe, die sich langsam im Körper auflösen und z.B. eine Vernarbung verhindern sollen. Das heißt, nicht-biologische Implantierungen werden bereits mit biologischen, wie Eiweißen, kombiniert. D.h. es werden Menschen geschaffen, die aus einer Kombination von biologischen und nicht-biologischen Stoffen bestehen. Und das nicht nur zu Heilungszwecken, sondern immer öfter auch zu "Verbesserung" unserer Biologie. Wenn das Herz schwach ist, wer würde es ablehnen, wenn dann eine Prothese eingesetzt würde, die besser als das Original ist und ein 30 Jahre längeres aktives Leben ermöglicht? Und diese Implantierungen müssen durchaus nicht passiv sein, ein Herzschrittmacher ist ein sehr aktives Gerät. Mehr und mehr wird "Intelligenz" in diese Geräte eingesetzt, z.B. Implantierungen, die den Zuckergehalt im Blut messen und das Insulin entsprechend dosieren. Der Leistungssport wird es sich auf keinen Fall verkneifen können, diese Möglichkeiten, legal oder weniger legal, zu nutzen. Ab wieviel Verbesserungen wird man aufhören, von Menschen im herkömmlichen Sinne zu sprechen? Hier der Link zur Behandlung ähnlicher Themen am Rahmen der Literatur und unter dem Stichwort Artificial Life.
|
|||||||||||||||||||||
|
Verwandte ThemenKünstliche Intelligenz, bots, Avatare, u.ä. Geschichtlicher Hintergrund von Computern, Robotics und Artificial Intellegence (englisch) Lustige Roboterfiguren als Kunstwerke (zum Verkauf), aus Abfällen hergestellt.
Philipp Schaumann, http://philipps-welt.info/
Copyright-Hinweis:
|